Mesozoikum

Neues Projekt: die Meereskrokodile von Deutschland

Da mein Einstiegsartikel zum Thema Meereskrokodile schon wieder seit ein paar Monaten in meinen Entwürfen vor sich hinvegetiert, nutz ich die Zeit um zumindest einmal offiziell auf unser neues Forschungsprojekt hinzuweisen:

https://www.researchgate.net/project/The-thalattosuchian-record-of-Germany

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A brief history of Pterosaurs.

Schöne Zusammenfassung von „ferwen“ (Letters from Gondwana) zur frühen Forschungsgeschichte der Pterosaurier.

Letters from Gondwana.

Holotype specimen of Pterodactylus antiquus,Pterodactylus antiquus, Carnegie Museum of Natural History, Pittsburgh, Pennsylvania, USA (From Wikipedia Commons)

In 1784, Cosimo Alessandro Collini, a former secretary of Voltaire and curator of the natural history cabinet of Karl Theodor, Elector of Palatinate and Bavaria, published the first scientific description of a pterosaur. The specimen came from one of the main sources of such fossils, the Late Jurassic lithographic limestones of northern Bavaria, and Collini, after much deliberation, interpreted it as the skeleton of an unknown marine creature. In 1801, on the basis of Collini’s description, George Cuvier identified the mysterious animal as a flying reptile. He later coined the name „Ptero-Dactyle“. This discovery marked the beginning of pterosaur research.

Pterosaurs are an extinct monophyletic clade of ornithodiran archosauromorph reptiles from the Late Triassic to Late Cretaceous. The group achieved high levels of morphologic and taxonomic diversity during the Mesozoic, with more than 150 species recognized…

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Triassisches Reptil hatte Vorderbeine wie ein Ameisenbär

Dieser Beitrag ist auch auf GeoHorizon erschienen.

Bezogen auf Landwirbeltiere war die Trias eine Periode diverser Neuentwicklungen und Spezialisierungen. Zwar sind viele dieser evolutiven Experimente mit dem Ende der Trias wieder verschwunden, doch haben auch viele wichtige Gruppen der Reptilien ihren Ursprung in der Trias, darunter: Schildkröten, Krokodilartige, Plesiosaurier, Brückenechsen, Pterosaurier und natürlich Dinosaurier. Besonders die Archosauromorphen haben in dieser Periode eine hohe Diversität hervorgebracht.

Zu den rein-triassischen Reptilien gehörten auch die Drepanosaurier („Sichelechsen“). Diese sonderbaren Reptilien glichen mit ihren opponierenden Finger und Zehen und dem gebogenen Schwanz am ehesten den heutigen Chamäleons. Ähnlich diesen waren die Drepanosaurier aller Wahrscheinlichkeit nach auch Baumbewohner. Von einigen wenigen Wissenschaftlern wurden die Drepanosaurier sogar in die Nähe der Vögel gestellt (siehe hierzu Protoavis). Konsens ist aber mittlerweile, dass die Vögel Teil der Dinosaurier sind. Unabhängig davon waren einige Drepanosaurier eventuell tatsächlich zum Gleitflug fähig, ähnlich den heutigen Flughörnchen.

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Früher „dreiäugiger“ Archosaurier glich den späteren Dickschädel-Dinosauriern

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In der Natur können sich im Grunde ähnliche Formen und Verhaltensweisen mehrmals unabhängig voneinander entwickeln. Dieses als konvergente Evolution bezeichnete Phänomen lässt sich bei den verschiedensten Organismengruppen nachweisen, zuletzt z.B. bei Spinosauriern und Hechtcongern. Ein weiteres Beispiel beschreiben jetzt Stocker et al. anhand eines bis dato unbekannten Archosauriformen.

Das bislang einzige bekannte Fossil des Triopticus primus getauften Reptils ist der hintere Teil eines Schädels, der in den texanischen Otis Chalks gefunden wurde und ein Alter von ca. 228-220 Mio. Jahre (frühe Obertrias) aufweist. Aus den Otis Chalks ist auch bereits eine Fülle anderer Archosauromorphen bekannt, darunter Phytosaurier und Aetosaurier. Von diesen unterscheidet sich der neue Triopticus unter anderem durch einen vergrößerten, stark verknöcherten Hirnschädel und seine relativ großen Augehöhlen. Der verknöcherte Hirnschädel besteht aus fünf verschiedenen Höckern, am Hinterhaupt finden sich mehrere knotenartige Strukturen.

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Als Dinosaurier noch in der Minderheit waren – hohe Diversität bei den Archosauromorpha

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Archosaurier (die gemeinsame Klade von u.a. Dinosauriern, Pterosauriern und Krokodilen) waren die dominanten Landwirbeltiere während des Mesozoikums und zeigen auch in der Gegenwart mit den überlebenden Krokodilen, und erst recht den Vögeln, eine unglaublich hohe Diversität. Doch begann die große Blüte der Archosaurier frühestens in der Mitteltrias. Während der Trias bevölkerten nämlich noch viele andere Archosauromorphen (Archosaurier und ihre nächsten Verwandten) den Planeten. Die Evolutionsgeschichte dieser Archosauromorphen zu verstehen ist deshalb essentiell für die Betrachtung der späteren Archosaurier.

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Im Kopf eines Meereskrokodils

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Wenn wir in der Paläontologie die Anatomie eines Organismus untersuchen wollen, stehen uns in der Regel nur die Hartteile wie Knochen oder Schalen zur Verfügung. Nur in den allerseltensten Fällen sind auch Reste des Weichgewebes erhalten. Doch benötigt man nicht zwangsläufig direkte Überreste der Weichteile, um deren Ausprägung erkennen zu können. Auch die erhaltenen Hartteile helfen oft indirekt bei der Interpretation. Die Hartteile, in diesem Fall Knochen, haben schließlich auch Stephen Brusatte und Kollegen verwendet, um etwas über das Gehirn und die Schädelgefäße eines sogenannten „Meereskrokodils“ herauszufinden.

Die Meereskrokodile (Thalattosuchia) gehörten wie die heutigen Krokodile, Gaviale und Alligatoren zu der großen Gruppe der Crocodyliformes („Krokodilartige“) und waren vor allem während des Jura weit verbreitet, einige Gattungen hatten sogar bis in die Unterkreide überlebt. Die Thalattosuchia lassen sich zum Großteil in zwei Familien unterteilen: Teleosauridae und Metriorhynchidae. Während die Teleosauriden in ihrem Erscheinungsbild noch eher den heutigen Gavialen glichen und sich zwar durchaus im Meer, aber immer noch in Landnähe aufhielten, waren die Metriorhynchiden deutlich an eine marine Lebensweise angepasst. Wie andere Meeresreptilien ihrer Zeit haben diese Krokodilartigen ihre Gliedmaßen zu Paddeln umgebildet und eine Schwanzflosse entwickelt.

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Fährten von Megalosauriden aus dem Mitteljura von Portugal

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Wissenschaftler um Novella L. Razzolini beschreiben eine neuentdeckte Ansammlung von Spurenfossilien großer fleischfressender Dinosaurier aus dem Mitteljura von Portugal. Insgesamt sind mehr als 700 Stück der dreizehigen Spuren überliefert, die von den Wissenschaftlern dem Ichnotaxon Megalosauripus zugeordnet werden.

Die Fossilien stammen aus einem Kalksteinbruch innerhalb der Serra de Aire Formation im Westen Portugals und haben ein Alter von ca. 167 Mio. Jahren (Bathonium). Die 700 Spuren sind dabei in mindestens 80 verschiedenen Fährten organisiert, welche alle bimodal in Richtung Westen/Nordwesten bzw. Osten/Südosten verlaufen.

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Zwei Theropoden in neuem Licht (Teil 2): Deinocheirus

Der zweite Teil zu den zwei „phantomhaften“ Theropoden. Im ersten Teil haben wir uns Spinosaurus  und seine nun noch besser belegte semiaquatische Lebensweise angesehen. Im nun folgenden Artikel soll es um Deinocheirus  gehen.

Deinocheirus – ein historischer Rückblick

Wer sich ein bisschen mit Dinosauriern beschäftigt hat, ist wahrscheinlich schon irgendwann auf den Namen Deinocheirus („Schreckenshand“) gestoßen. Meistens kennt man ihn als großen, kaum bekannten Theropoden, von dem lediglich seine riesigen Arme überliefert sind. Das war auch lange so und erst in den letzten Jahren sind neue Fossilien aufgetaucht, doch werfen wir erstmal einen Blick auf die Forschungsgeschichte von Deinocheirus.

Im Jahre 1965 führte eine Expedition ein Team um Prof. Kielan Jaworowska in die mongoloische Wüste Gobi, genauer in die Nemegt Formation. Die Formation, welche auf die Oberkreide datiert wird, besteht aus Sandstein und ist vor allem für ihre große Dinosaurier-Fauna bekannt, so wurden z.B. die Gattungen Tarbosaurus , Gallimimus  und Nemegtosaurus  ebenfalls dort gefunden. Jaworowska und Kollegen bargen in den oberen Nemegtschichten schließlich die Fossilien von einem großen Dinosaurier, der 1969 von Osmòslka & Roniewicz als Deinocheirus mirificus  erstbeschrieben wurde.

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Zwei Theropoden in neuem Licht (Teil 1): Spinosaurus

Manchmal sind Tiere sehr populär, obwohl man eigentlich kaum etwas über sie weiß. Sie tauchen in Büchern und Filmen auf, sind aber nur von ein paar einzelnen Knochen bekannt. Doch reichen diese Knochen auch aus, um zu wissen, dass man etwas besonderes vor sich hat. Riesige Arme zum Beispiel gehörten wohl auch zu einem ebenso riesigen Tier, für diese Weisheit braucht man nicht unbedingt den Rest des Skeletts. Doch wenn man die Fossilien des restlichen Körpers findet, entpuppt sich das unbekannte Tier vielleicht als etwas völlig neues, von dessen Existenz man nicht mal zu träumen gewagt hat. So geschehen bei zwei bis dato eigentlich „phantomhaften“ Dinosauriern, namentlich Spinosaurus  und  Deinocheirus. Wer mit der Materie vertraut ist, kennt natürlich beide, nur täuscht diese Bekanntheit darüber hinweg, dass wir von beiden Gattungen, vor allem von Deinocheirus  eigentlich kaum etwas wussten und uns nur anhand ihrer nächsten Verwandten ein etwaiges Bild von ihnen machen konnten. Das hat sich jetzt geändert, denn von Spinosaurus  und Deinocheirus  sind neue Fossilien aufgetaucht, die vor allem eines zeigen: diese Tiere waren noch verrückter als ursprünglich gedacht.

Im ersten Teil gehts um Spinosaurus, für Deinocheirus  folgt dann ein zweiter Teil.

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Der Jüngste und der Größte – zwei neue Sauropoden aus Argentinien

Wow, mein letzter Artikel hier ist von Februar, ich war wohl wirklich nicht motiviert 🙂

Naja, seis drum. Ich hätte noch einen etwas längeren Artikel über die Ozeane der Trias in Arbeit, weiß aber nicht, wann und ob das noch was wird. Allerdings hat sich auch in Sachen Paläontologie in den letzten zwei Monaten viel getan, sodass ich doch so einiges an neuem Material hab. Heute soll es mal wieder um Dinosaurier gehen, genauer um Sauropoden.

Sauropoden fassen einen Großteil der typischen „Langhals-Dinosaurier“ zusammen, charakteristisch ist der meist lange Hals mit kleinem Kopf und der lange Schwanz. Bekannt wurden die Pflanzenfresser aber vor allem aufgrund ihrer teils gigantischen Ausmaße. Mit Längen jenseits der 30m und einem Gewicht von über 70t brachten die Sauropoden die größten bekannten Landtiere der Erdgeschichte hervor.  Eine neue Art von rekordverdächtigen Sauropoden wird auch ein Thema in diesem Artikel sein, beginnen möchte ich aber mit einem erstmal weniger spektakulären  Neuling, nämlich Leinkupal laticauda.

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