Arthropoden

Erster fossiler Nachweis für Orchideen bestäubende Käfer

Dieser Beitrag ist auch auf GeoHorizon erschienen.

Zu den populärsten Formen zwischenartlicher Interaktionen dürfte die Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten und andere Tiere gehören. Zwar haben sich die Angiospermen („Bedecktsamer“), zu denen auch Blütenpflanzen gehören, erst im Lauf der Kreide großflächig ausgebreitet, doch gab es wohl davor schon bestäubende Insekten. Diese haben allerdings nicht wie die heutigen Schmetterlinge und Bienen Blütenpflanzen aufgesucht, sondern die deutlich häufigeren Gymnospermen („Nacktsamer“).

Man kann zwar anhand der Morphologien fossiler Pflanzen und Insekten auf das Stattfinden einer Fremdbestäubung durch Tiere schließen, ein direkter Beleg ist das allerdings nicht. Es sei denn, man findet z.B. fossile Insekten, die ihr Pollenpaket noch am Körper geheftet haben. Derartige Insekten hat sich auch George Poinar Jr. angesehen. Und wie soll es bei gut erhaltenen Insekten anders sein, sind diese in Bernstein erhalten.

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